Erwerbsminderungsrente


2001 wurden in der gesetzlichen Rentenversicherung massive Leistungseinschränkungen vorgenommen. Seither bekommen nach 1961 geborene Mitglieder aus der gesetzlichen Rentenversicherung (Arbeitnehmer und pflichtversicherte selbstständige Handwerker) weder eine Berufsunfähigkeitsrente noch eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

Gesetzliche Erwerbsminderungsrenten

Statt der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung gibt es mittlerweile nur noch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Diese greift wegen ab einer halben bzw. vollen Erwerbsminderung. Während die Berufsunfähigkeitsversicherung komplett gestrichen wurde, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung damit also gesplittet worden. Diese Renten lassen sich sehr schnell mit unserem Rechner zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente überschlagen.

Vorraussetzungen zu diesen Frührenten

Ein Anspruch auf „kleine“ und „große“ Erwerbsminderungsrente besteht frühestens, wenn in den letzten 5 Jahren mind. 3 Jahre Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung entrichtet wurden. Für Auszubildende sowie Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten gelten Sonderregelungen, so dass bereits von Anfang an bestimmte Ansprüche erfüllt sein können.

Wann besteht Anspruch auf die Frührente?

Grundsätzlich besteht auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente erst dann ein Anspruch, wenn der Arbeitnehmer überhaupt nicht mehr arbeiten kann. Dies ist auch der wesentliche Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung (dort reicht es bereits, wenn jemand nicht mehr in seinem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten kann).

Wie hoch sind die Frührenten bei erwerbsminderung?

Wie Sie es sich bereits denken können, fallen die Erwerbsminderungsrenten sehr bescheiden aus. Berufsanfänger bekommen bei einer teilweisen Erwerbsunfähigkeit (Restarbeitsleistungsvermögen unter 6 Stunden täglich) derzeit kaum mehr als ein Viertel des letzten Nettolohns.

Aber selbst bei voller Erwerbsunfähigkeit (es kann nur noch weniger als 3 Stunden täglich gearbeitet werden) würde sich die Erwerbsminderungsrente auf max. die Hälfte des Nettolohns belaufen. Wer heute zum Frührenter wird, muss also in jedem Fall damit rechnen unter das Sozialhilfeniveau zu rutschen.

Möglichst früh um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen

Aus diesem Grund raten wir dazu möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu vereinbaren. Falls dies nicht möglich ist, können Sie die gesetzlich Frührente nur noch um eine private Erwerbsminderungsrente ergänzen.