Was ist die konkrete Verweisung?


Die Thematik der „Verweisung“ hat bei Berufsunfähigkeitsversicherungen eine hervorgehobene Bedeutung sowohl für die Versicherer als auch für die Versicherten. Mit dem Passus der „konkreten Verweisung“ behalten sich die Versicherungsgesellschaften das Recht vor, einen versicherten Arbeitnehmer in eine bereits freiwillig wieder aufgenommene Tätigkeit zu verweisen. Gleichzeitig wird damit die Zahlung einer BU-Rente abgelehnt. Bei der „abstrakten Verweisung“ hingegen kann die Versicherung Sie auffordern, sich eine vergleichbare Tätigkeit zu suchen.

Hintergrund der konkreten Verweisung ist die Idee, die Gruppe aller Versicherten vor ausufernden Kosten zu schützen. Schließlich kann ohne konkrete Verweisung ein versicherter Arbeitnehmer, der bereits wieder arbeitet, parallel zu seinem Arbeitseinkommen zusätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten.

Verzicht auf konkrete Verweisung

Manche Berufsunfähigkeitsversicherungen verzichten in ihrem Bedingungswerk unter bestimmten Bedingungen auf die konkrete Verweisung. Diese liegt auch im Interesse der Versichertengemeinschaft. So verzichten die meisten Gesellschaften auf den konkreten Verweis, wenn die Tätigkeit lediglich nebenberuflich sowie im geringen Umfang nachgegangen wird und sie außerdem kaum einen Bezugspunkt zu der zuletzt ausgeübten Tätigkeit aufweist.

Konkrete Verweisung ist jedoch dann möglich, wenn
– der Versicherte über das erforderliche Wissen dafür verfügt
– keine Über- oder Unterforderung besteht
– eine vergleichbare soziale Wertschätzung vorhanden ist
– die Lebensstellung, respektive das Einkommen vergleichbar ist (Einkommenseinbußen zwischen 20 und 25 Prozent sind akzeptabel)

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