Staatliche Förderungen


Viele unserer Kunden möchten eine private Rentenversicherung mit staatlichen Steuerbegünstigungen und Zulagen abschließen. Wenn wir dann genauer nachfragen kommen viele ins grübeln. So lässt sich Ihre Altersvorsorge bereits in der Sparphase oder auch erst später in der Auszahlungsphase steuerlich födern.

1. Steuerliche Vorteile in der Ansparphase

Der aktuelle Trend läuft derzeit in Richtung steuerliche Sonderausgaben während der Ansparphase nutzen. So bietet Ihnen die Riester Rente staatliche Zulagen oder ab einem bestimmten Verdienst einen extra Sonderausgabenabzug, mit dem Sie Ihre Beiträge steuerlich geltent machen können. Auch die Rürup Rente bietet Ihnen Möglichkeiten die Tarifbeiträge unter strengen Regelungen von Ihrem zu versteuernden Einkommen abzuziehen.

2. Steuerliche Entlastung in der Auszahlungsphase als Rentner

Auf der anderen Seite gibt es noch die private Rentenversicherung (ohne Rürup oder Riester Einschluss). Insofern Sie in einen solchen Vertrag mind. 12 Jahre Beiträge einzahlen und der Rentenbeginn bzw. die Kapitalauszahlung nicht vor dem 60 Lebensjahr erfolgt, werden Sie in der Rentenbezugsphase durch die Ertragsanteilsbesteuerung entsprechend dem EStG §22 entlastet.

Wie wichtig ist Ihnen eine Kapitalauszahlung?

Grundsätzlich ist die Riester Rente und die Rürup Rente nur für denjenigen geeignet, der am Ende wirklich eine Rente erhalten möchten. Eine Kapitalauszahlung ist hier nur eingeschränkt möglich (bei Riester max. 30 % bzw. bei Rürup sogar überhaupt nicht kapitalisierbar). Dagegen haben Sie bei einer privaten Rentenversicherung die Möglichkeit voll auf Ihr angespartes Vermögen zurückzugreifen.

Rentenversicherung eher nicht zweckentfremden

Wir sind der Meinung, dass man eine Rentenversicherung nicht als Sparvertrag zweckentfremden sollte. Grundsätzlich sichert Sie eine Rentenversicherung gegen das Risiko eines sehr hohen Alters ab. In unserer weiter alternden Gesellschaft sind 80 Jahre Lebenserwartung längst zum Durchschnitt geworden. 

Gesetzgeber fördert die Renten wesentlich stärker

Das sieht auch der Gesetzgeber so, da er in der privaten Rentenversicherung eine Kapitalauszahlung nur noch nach dem Halbeinkünfteverfahren steuerlich begünstigt. Wer sich am Ende der Vertragslaufzeit die Leibrente wählt (lebenslange Rentenzahlung), wird immer noch großzügig über das Halbeinkünfteverfahren gefördert.

Steuerlich geförderte Riester, Rürup oder private Rente?

Vernünftigerweise sollten Sie die verschiedenen Rentenversicherungen immer als Leibrenten vergleichen. Grundsätzlich gibt es zwei rein steuerliche Förderungen:

1) Förderung der Rürup Rente: Sie haben in der Ansparphase einen hohen Steuersatz (weil hohes Einkommen), den Sie mit den extra Sonderausgaben für Ihre Beiträge zur Rürup Rente senken können. Da in der Rentenphase die Rürup Rente zu 100 % zu besteuern ist, sollten Sie hier am besten einen möglichst niedrigen Steuersatz (weil Sie viel von Ihrem Einkommen ausgegeben haben z.B. für die Familie) haben.

2) Förderung der privaten Rente: Sie haben in der Ansparphase einen niedrigen Steuersatz (weil niedriges Einkommen). Hier lohnt es sich also eher nicht den Steuersatz zu senken, da er sowieso bereits niedrig angesetzt ist. In der Rentenphase müssen solche Menschen teilweise überhaupt keine Steuern zahlen, weil Sie von Ihrem zu versteuernden Ertragsanteil nicht über den steuerlichen Freibetrag kommen bzw. müssen hier deutlich weniger Steuern zahlen wie bei Riester und Rürup (bei einer Rente ab dem 67. Lebensjahr wären derzeit nur 17 % als zu versteuerndes Einkommen anzugeben).

Staatliche Riester Förderung, wie bei Rürup in der Ansparphase

Darüber hinaus gibt es in der Riester Rente in der Ansparphase staatliche Zulagen oder einen steuerlichen Vorteil (die Zulage wird von Ihrem möglichen Sonderausgabenabzug abgezogen).

Einfacher ausgedrückt:

1) Arbeitnehmer/innen mit kleinem Einkommen und vielen Kindern erhalten hier viele Geldzulagen.

2) oder Arbeitnehmer/innen mit hohem Einkommen und am besten gar keinen Kindern erhalten hier einen saftigen steuerlichen Sonderausgabenabzug (der nach Abzug der Eigenzulage übrigbleibt).